Montag, 8. April 2013

Der Spielmann - Buchrezension

Der SpielmannAstrid Seehaus
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Undine; Auflage: 1., Aufl. (2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3980915956 ISBN-13: 978-3980915953 ab 14 Jahre
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Klappentext:
Was ist Liebe? Und wo findet man sie? Ganz bestimmt nicht auf dem land, denkt die 17-jährige Michaela zu Beginn ihrer Ferien. Und doch? In Adrian könnte sie sich verlieben, wenn da nicht diese quälenden Träume wären ... von Laurenz, einem Spielmann aus längst vergangenen Zeiten. Die Geschichte einer Liebe über die Jahrhunderte hinweg.

Rezension:
Michaela ist ein sehr hübsches, aber eingebildetes Mädchen, der alle Jungs zu Füßen liegen. Denkt sie. Leider bemerkt sie nicht, dass sie mit ihrer eingebildeten Art nicht nur den Mädels aus ihrem Umfeld, sondern auch ihrem Bruder auf die Nerven geht. Doch niemand weißt sie darauf hin, sondern alle tuscheln nur hinter ihrem Rücken und freuen sich sogar, als ein Unfall verhindert, dass sie in der Schulaufführung die Julia spielen wird.

Kurz vor Ferienbeginn erfährt sie von ihren Eltern, dass aus der geplanten Kreuzfahrt leider nichts wird und die Eltern ohne sie fahren werden. Aber nicht nur das: ihre Mutter ist noch einmal schwanger und Michaela soll die Sommerferien im Bauernhaus ihrer Großeltern verbringen. Und das, obwohl sie fast 18 ist!


Mit vielen großen und kleinen Gepäckstücken reist das verwöhnte Mädchen schlecht gelaunt aufs Land. Was soll sie dort nur? Weit und breit keine Jungs und auch sonst keine Action.

Bis zu dem Morgen, als der süße Zeitungslieferant Adrian in der Küchentür steht. Michaela verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Obwohl sie der Meinung ist, dass sie ja zu gut für einen Dorfjungen (auch noch jünger als sie) ist und ihm nur die kalte Schulter zeigt, verliebt auch er sich in die hübsche Maid.

Doch eines Tages müssen sie mit einander reden: Michaela träumt nachts von einem anderen Mädchen, in einer anderen Zeit. Und von einer wunderschönen, aber verbotenen Liebe zu einem Spielmann. Dabei erlebt sie die Träume so hautnah mit, dass sie Freuden und Schmerzen noch nach dem Aufwachen verspürt. Und sie weiß: die beiden Verliebten aus ihren Träumen - dass sind sie selbst und Adrian.

Auch er träumt von den Ereignissen in längst vergangener Zeit. Aber aus der Sicht des Spielmannes. So setzten sie sich schließlich zusammen und beginnen, ihre Träume auszuwerten und herauszufinden, wo der Zusammenhang in Vergangenheit und Heute zu finden ist.

Die vier Gestalten verschmelzen im Lauf der Story immer mehr. Bald ist sich Michaela nicht mehr sicher, ob sie nicht vielleicht Laurenz liebt und nicht Adrian. Doch, wie kann das sein?

Die Geschichte um die erste, große Liebe ist erfrischen witzig geschrieben und die Akteure wunderbar dargestellt. Man erlebt, wie die eingebildete Michaela ihren Stolz überwinden muss, um dem Traumboy näher zu kommen. Erfährt aber ebenso, wie Johanna (eine Tochter aus gut bürgerlichem Hause) an der verbotenen Liebe zu ihrem Spielmann zu Grunde geht. Traurig und schön.

Eine Liebesgeschichte nicht nur für junge Mädchen, sondern durchaus auch für jeden verträumten Teddy zu empfehlen!

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